Was tun bei Niedrigzinsen?

Vom Sparer zum Anleger

Viele Sparer stehen vor einem Rätsel und wissen nicht, wie sie in der jetzigen Situation ihr Geld anlegen sollten, sodass es sich auch bei den sehr niedrigen Zinsen spürbar vermehrt. Dieses Rätsel möchten wir gemeinsam mit dem Kunden lösen und aufzeigen, welche Möglichkeiten sich bieten.

Gegenwärtig lassen die meisten Kunden das Geld auf Festgeldkonten liegen und warten ab. Gleichzeitig ist der Deutsche Aktienindex (DAX) seit Ende 2011 um mehr als 80% gestiegen und nur etwas mehr als 10% der Sparer haben hiervon profitiert. In Zeiten extrem niedriger Zinsen ist dieses Sparverhalten aber fatal. Ärgerlich wird es insbesondere dann für den Anleger, wenn der Anlagezins unter der Inflationsrate liegt. Ökonomen sprechen von sogenannten „negativen Realrenditen“. Das bedeutet: Die Kaufkraft nimmt dauerhaft ab. Es entstehen Verluste, die man zwar nicht so richtig bemerkt, denn heute angelegte 10.000,-€ sind auch im nächsten Jahr noch 10.000,-€ wert - dennoch findet je nach Höhe der Inflationsrate eine schleichende Enteignung statt. Sofern nicht gehandelt wird, kann gerade die Altersvorsorge hierunter leiden. Wo angespartes Kapital sich früher aufgrund des Zinseszinseffektes innerhalb von 12 Jahren verdoppelte, dauert es bei den heutigen Niedrigzinsen mehr als 100 Jahre. Es gilt daher, die bestehende Vermögenssubstanz zu schützen und über eine breite Vermögensstreuung dem Zinsdilemma entgegenzutreten.

Wie bei einem Arztbesuch steht zunächst eine gründliche Untersuchung an - in unserem Fall sind also zunächst die persönlichen Bedürfnisse mit dem Kunden zu klären, bevor Gelder angelegt werden. Aus den vielfältigen Möglichkeiten sind dann die passenden Produkte auszuwählen. Untersuchungen belegen, dass hierbei weniger die Rendite einer einzelnen Anlage die Wertentwicklung des Vermögens wesentlich beeinflusst. Vielmehr gilt es, das Ersparte dauerhaft sinnvoll zu strukturieren, sozusagen sich vom Sparer zum Anleger zu entwickeln. Eine solche Struktur festzulegen, ist keine einmalige Entscheidung, sondern ein permanenter Prozess. Die Erfahrungen zeigen, dass es von Vorteil ist, wenn Berater und Kunde zumindest einmal jährlich die Anlage überprüfen; insbesondere dann, sobald sich in der privaten Lebenssituation etwas verändert wie bspw. durch einen Jobwechsel, eine Heirat, dem Wunsch nach einer eigenen Immobilie oder auch die anstehende Rente. Die Bandbreite an Anlagealternativen ist groß, je nachdem ob dem Kunden Sicherheit, solide Sachwerte oder gute Planbarkeit bei der Geldanlage wichtig sind. Gerade in schwierigen Zeiten für Anleger ist die Erfahrung in der Beratung von besondere Bedeutung, damit sich das Geld auch in diesen zinsarmen Zeiten weiter vermehren kann. Gerne stehen die Berater-/innen der Volksbank Saarpfalz eG Kunden und Interessenten für Fragen zur Verfügung.