Volks- und Raiffeisenbank Saarpfalz eG führt ihre erste Online-Vertreterversammlung durch

Homburg/Saar am 02.12.2020 – An diesem Abend fand die erste Online- Vertreterversammlung der Volks- und Raiffeisenbank Saarpfalz statt. Vorstand und Aufsichtsrat begrüßten die Mitglieder nicht wie gewohnt vor Ort im Saalbau in Homburg, sondern online. Die Vertreter konnten über ihren PC, Laptop oder ihr Handy teilnehmen. Grund für diese außergewöhnliche Umsetzung sind die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie, die in besonderen Zeiten auch besondere Maßnahmen erfordern. Dieses Medium trübte nicht das große Interesse der zahlreich online teilnehmenden Vertreterinnen und Vertreter am Wohlergehen ihrer Bank, über das sich der Aufsichtsratsvorsitzende Ludwig Wolf sowie die beiden Bankvorstände Christoph Palm und Helmut Scharff auch in diesem Jahr freuen konnten.

Der Aufsichtsratsvorsitzenden Ludwig Wolf eröffnete die Sitzung und begrüßte die teilnehmenden Vertreter/-innen. Er konnte sich bei 13 Mitarbeiter/-innen für insgesamt 385 Jahre Betriebszugehörigkeit bedanken.

Hiernach übernahm das Vorstandsmitglied Helmut Scharff und präsentierte die Zahlen des Geschäftsjahres 2019 und ging auf die wesentlichen Bilanzpositionen ein.

Insgesamt kann die Volks- und Raiffeisenbank Saarpfalz auf ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2019 zurückblicken. Mit einem Wachstum von rd. 5,1 Prozent und einer Erhöhung der Bilanzsumme auf rd. 763 Mio. EUR wurden die Erwartungen übertroffen. Zurückzuführen ist dieses Wachstum sowohl auf den Anstieg bei den Kundenforderungen als auch der Kundeneinlagen.

Die Kundenforderungen stiegen um rd. 27 Mio. EUR also um 7 Prozent auf rd. 414 Mio. EUR.  Zudem konnte die VRB Saarpfalz auch das betreute Kundenkreditvolumen bei den genossenschaftlich Finanzpartnern im vergangenen Geschäftsjahr weiter ausbauen. Hier kann die Bank beispielsweise auf Wachstumsraten in Höhe von 10 Prozent aus dem Bereich des Ratenkreditproduktes „easyCredit“ sowie 8 Prozent im Bereich der vermittelten Bauspardarlehen an die Bausparkasse Schwäbisch Hall blicken. „Was uns weiterhin zeigt, dass wir ein wichtiger Ansprechpartner für viele Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen aus und in unserer Region sind“, so Scharff.

 

Die Kundeneinlagen haben sich auch im Geschäftsjahr 2019 mit einem Plus von rd. 25 Mio. EUR auf rd. 677 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr zufriedenstellend entwickelt. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um Gelder, die unsere Kunden als Sparguthaben in verschiedenen Formen bei der VRB Saarpfalz unterhalten. Während die klassischen Spareinlagen mit rd. 244 Mio. EUR, wie im Vorjahr auch, einen leichten Rückgang (rd. 1,4 Mio. EUR) verspürten, erhöhten sich die anderen Einlagen um rd. 27 Mio. EUR auf rd. 433 Mio. EUR. „Unsere Kunden bevorzugen vor allem liquide Anlageformen. Der Trend zur Verschiebung in Sichteinlagen hält an, obwohl, wie schon in der Vergangenheit erwähnt, dies eigentlich unrentabel ist“, erläutert Helmut Scharff.

 

Das positive Bild der Entwicklung des Kundengeschäfts wird durch einen weiter anhaltenden Rückgang der Zinserträge geschmälert. Der Zinsüberschuss reduzierte sich im Geschäftsjahr 2019 von rd. 13,8 Mio. EUR auf rd. 13,3 Mio. EUR. Die Erträge aus dem Provisionsgeschäft hingegen konnten gegenüber dem Vorjahr um rd. 75 TEUR auf 6,1 Mio. EUR nochmals ausgeweitet werden.

 

Mit einem Jahresüberschuss in Höhe von rd. 574 TEUR lag der Gewinn leicht unter dem Vorjahresniveau. „Mit diesem Ergebnis können wir -vor dem Hintergrund der weiterhin herausfordernden Niedrigzinsphase- zufrieden sein“, so Scharff.

Im März 2020 forderte die BaFin die Banken auf, keine Dividenden bis Oktober 2020 auszuschütten. Kurz darauf kam die „Empfehlung“ auf Dividendenzahlungen im Jahr 2020 gänzlich zu verzichten.

Um ein Zeichen der Solidarität in diesen schwierigen Zeiten zu setzen, andererseits aber auch die „Eigentümer“ an dem Ergebnis von 2019 partizipieren zu lassen, haben Vorstand und Aufsichtsrat der Vertreterversammlung eine Dividende in Höhe von 1 % vorgeschlagen. Dieser Vorschlag traf bei den Vertretern auf sehr positive Resonanz.

Somit erhalten die 21.123 Anteilseigner in den nächsten Tagen eine Dividende ausgezahlt, die weiterhin über dem aktuellen Marktniveau liegt.

 

Zur Finanzierung unseres Gemeinwesens hat die VRB Saarpfalz mit Steuerzahlungen in Höhe von rd. 1,6 Mio. EUR beigetragen.

„Auch das soziale Engagement in unserer Region liegt uns seit Jahren am Herzen. Dies verdankt die Genossenschaftsbank sicherlich auch ihrem Geschäftsmodell, getreu dem Motto: Aus der Region, für die Region“, so Scharff. So wurden auch im Geschäftsjahr 2019 erhebliche Spendenbeträge zur Förderung der Kultur und Jugendarbeit an gemeinnützige Organisationen zur Verfügung gestellt. „Im Jahr 2019 haben wir Vereine, soziale und kirchliche Einrichtungen mit rd. 90 TEUR unterstützt“, berichtet Helmut Scharff, „und seien Sie gewiss: Wir werden unser finanzielles Engagement für die Gesellschaft weiterhin fortsetzen“, so Scharff.

 

„Die Geschäftsentwicklung in 2020 verläuft bisher, unter den vorhandenen Einschränkungen und den Beeinträchtigungen im laufenden Jahr, insgesamt zufriedenstellend. Die Corona-Krise hat auch unser Geschäft negativ beeinflusst, erhöhte Ausfälle oder ein deutlicher Anstieg an Zahlungsschwierigkeiten bei unseren Kunden können wir bisher noch nicht feststellen“, gibt Scharff abschließend einen positiven Ausblick auf das aktuelle Ausnahmejahr 2020.

 

Unter dem Tagesordnungspunkt „Wahlen zum Aufsichtsrat“ durfte der Aufsichtsratsvorsitzende die Herren Wolfgang Gebhard und Erich Huppert aus Altersgründen aus dem Aufsichtsrat verabschieden. Er bedankte sich im Namen des Aufsichtsrates und des Vorstandes für deren langjähriges, ehrenamtliches Engagement zum Wohle der Volks- und Raiffeisenbank Saarpfalz eG.

 

Das neue Format der ersten digitalen Vertreterversammlung fand sehr hohen Zuspruch und wurde mit durchweg positivem Feedback der Vertreter belohnt. „Wir freuen uns sehr über die positive Resonanz und hoffen, dass wir unsere Vertreter zukünftig auch wieder persönlich begrüßen dürfen.“ ,so Scharff abschließend.