Ausschüttung von 4,0 % Dividende an 22.057 Mitglieder beschlossen

VRB Saarpfalz eG behauptet sich weiter und besticht durch „Genossenschaftliche Beratung“ sowie digitale Lösungen

Am 28.06.2018 fand im Kulturzentrum Saalbau in Homburg unsere bedeutendste Veranstaltung des Jahres - die Vertreterversammlung, statt. Begrüßt wurden die anwesenden Vertreterinnen und Vertreter sowie weitere geladene Gäste in diesem Jahr durch eine Mitarbeiterin sowie zwei Mitarbeiter unserer Bank. Ganz nach dem Motto „jeder Mensch hat etwas, das ihn antreibt“ stellten diese sich und ihren Antrieb im Rahmen einer kurzen Einleitung vor und übergaben anschließend das Wort an den Vorsitzenden des Aufsichtsrates, Herrn Ludwig Wolf.

Nach dem Aufsichtsratsvorsitzenden ging Vorstand Christoph Palm in seinen Ausführungen zunächst auf die Rahmenbedingungen unserer Bank ein. Die Bankenbranche – insbesondere Regionalbanken – leide bereits seit einiger Zeit unter der politisch gewollten Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank. Diese führe zu kontinuierlichen Rückgängen der Zinsergebnisse und zu einer deutlichen Beeinträchtigung der Ertragslage.

Da sich nach allgemeiner Einschätzung der Experten an der Zinssituation zumindest kurzfristig nichts ändern wird, gilt es laut Palm zum einen, alternative Ertragsquellen zu erschließen und zum anderen, die Kostenstruktur der veränderten Ertragsstruktur anzupassen. Ebenso wird die Situation vom demographischen Wandel und einer zunehmenden Regulatorik verstärkt. „Aufgrund der wachsenden bürokratischen und teilweise sehr komplexen Auflagen aus Meldepflichten, weiteren aufsichtsrechtlichen Vorgaben und auch aus Verbraucherschutz-bestimmungen steigen fortwährend die Verwaltungskosten.“ (…) “Ich bin unverändert der Ansicht, dass Kontrolle und Aufsicht gut und auch erforderlich ist, wie aber bei allem im Leben, kommt es auf die richtige Dosierung an.“, so Christoph Palm.

Die Welt wird schnelllebiger und zunehmend komplexer. Palm bringt in diesem Zusammenhang als Beispiel den „Megatrend Digitalisierung“ und bezieht sich auf eine repräsentative Umfrage des Digitalverbandes Bitkom, die ergeben hat, dass mehr als dreiviertel der Befragten ihre Bankgeschäfte mittlerweile online erledigen. Tendenz weiterhin steigend.

Noch vor einigen Jahren spielte sich der Kundenkontakt in erster Linie persönlich vor Ort in der nahegelegenen Geschäftsstelle ab. Heute sind wir für unsere Kundinnen und Kunden je nach Bedarf und Wunsch auf vielen unterschiedlichen Kanälen präsent. Ob persönlich beim Berater in der Geschäftsstelle, per Telefon über das KundenServiceCenter, in der SB-Stelle am Automaten, über den PC auf der Internetseite, auf Facebook oder per App über das Smartphone bzw. Tablet – unsere Kundinnen und Kunden erledigen ihre Finanzgeschäfte gerne je nach Bedarf über mehrere Kanäle – und das ganz flexibel und einfach. „Die VRB Saarpfalz eG passt sich mit ihren digitalen Lösungen den veränderten Erwartungen an das Bankgeschäft an und bietet mit dem „Immer-und-überall-Banking“ für jede Kundin und für jeden Kunden die passende Lösung.“, so Christoph Palm.

Die Digitalisierung verändert den technologischen Rahmen, in dem das Bankgeschäft heute und in der Zukunft vollzogen wird. Unsere Bank will auch im Omnikanal-Zeitalter der vertrauensvolle, starke Finanzpartner sein. Der Schlüssel wird hier in der sinnvollen Verbindung von Tradition und Moderne gesehen. Die Digitalisierung gehen wir offensiv an.

Gleichzeitig zeigt sich laut unserem Vorstand Palm auch, dass die Nachfrage nach qualifizierter Beratung zunimmt. „Dies spiegeln uns die Kundinnen und Kunden wieder. Und genau hier sehen wir die Möglichkeit, uns durch Qualität von den Mitbewerbern abzugrenzen.“

Vorstand Helmut Scharff fügte zu diesem Thema an späterer Stelle hinzu: „Doch eines ist ganz klar: wir werden niemals eine reine Internetbank sein. Im Gegenteil: es werden immer Menschen da sein, die sich persönlich vor Ort für andere engagieren. Menschen die ihre Nachbarn sind, die sie nicht nur in der VRB Saarpfalz treffen, sondern auch im Sportverein, beim Einkaufen, beim Spaziergehen - denn das unterscheidet uns von den anonymen Direktbanken.“

Gemäß Christoph Palm wurde im vergangenen Jahr weiter in die Beratungsqualität investiert und das System „Genossenschaftliche Beratung“ eingeführt. Unsere Beraterinnen und Berater wurden intensiv geschult und weiter qualifiziert, um unseren Kundinnen und Kunden eine ganzheitliche Beratung auf höchstem Niveau bieten zu können. Die Ziele und Wünsche unserer Kundinnen und Kunden stehen zu jeder Zeit in der Genossenschaftlichen Beratung im Mittelpunkt. Das ist das, was die Beratung unserer Bank auszeichnet.

Anschließend präsentierte Vorstandsmitglied Helmut Scharff die Zahlen des Geschäftsjahres 2017 und ging auf die wesentlichen Bilanzpositionen ein.

Das Geschäftsjahr 2017 war kein einfaches Jahr für unsere Bank. Die weiter anhaltende Niedrigzinsphase und die immer weiter ausufernde Regulatorik haben für einen weiteren Rückgang der Zinserträge gesorgt und Kosteneinsparungen im erforderlichen Rahmen erschwert. Während unsere Bank mit den Wachstumszahlen zufrieden ist, konnte das Betriebsergebnis die Erwartungen nicht ganz erfüllen.

Unsere Bank verzeichnete zum 31. Dezember 2017 insgesamt 22.057 Mitglieder mit 70.560 Geschäftsanteilen. Zwar hat sich die Anzahl unserer Bankteilhaber gegenüber dem Vorjahr reduziert, die Anzahl der Geschäftsanteile konnte jedoch um über 1.000 Stück ausgebaut werden.

Mit einem Jahresüberschuss nach Steuern von 572 TEUR lag das Ergebnis unter dem Niveau des Vorjahres.

Nach der Zustimmung zum Jahresbericht und der Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat stimmten die Mitgliedervertreterinnen und -vertreter einer Dividende von 4,0 % für das Jahr 2017 zu. 60 TEUR gehen in die gesetzlichen Rücklagen und 270 TEUR in andere Rücklagen des Genossenschaftsinstituts.

Die Herren Breit, Ehrmantraut, Klingler und Thönes standen bei den Wahlen zum Aufsichtsrat zur Wiederwahl an. Die Vertreterversammlung stimmte für die Wiederwahl.