Vertreterversammlung - Geschäftsjahr 2013

Volksbank Saarpfalz eG steigert Ihre Bilanzsumme und weitet Mittelstandskredite aus

  • Solide Geschäftspolitik und kundenorientierte Beratung
  • Volksbank Saarpfalz eG steigert Ihre Bilanzsumme
  • Mittelstandskredite werden ausgeweitet
  • Kritik: "Bankenregulierung differenziert nicht nach Geschäftsmodell"

 

 

Unsere Bank sieht sich zu Unrecht mit einer Vielzahl neuer Vorschriften konfrontiert. „Die neuen Spielregeln im Bankenbereich sollten vor allem für risikoreiche Geschäfte gelten“, sagte Vorstandsmitglied Wolfgang Brünnler auf der Vertreterversammlung. „Leider differenziert die Politik hier nicht und deshalb trifft es Genossenschaftsbanken besonders hart. Die Volksbank Saarpfalz eG führe ein bodenständiges Geschäft und sei auf die Region ausgerichtet. In politischen Sonntagsreden wird immer wieder nach bodenständigen Banken wie den Volksbanken/Raiffeisenbanken gerufen. Doch bei der Regulierung werden wir mit allen Instituten in einen Topf geworfen.“ Unsere Bank wehrt sich zudem dagegen, für die Probleme und mangelhafte Geschäftspolitik anderer, insbesondere ausländischer Banken in Haftung genommen zu werden. „Die Ausgestaltung des einheitlichen Abwicklungsmechanismus führe zu einer Vergemeinschaftung von Haftungsrisiken unter Banken. Zwischen risikoarmen Geschäftsmodellen wie dem der Volksbank Saarpfalz und hochspekulativen Investments komplexer Institute werde nicht unterschieden. Die seit 80 Jahren erfolgreiche genossenschaftliche Einlagensicherung schütze das Ersparte zu 100 Prozent und bis zu jeder Summe“, betonte Brünnler

Niedrige Zinsen – das Ersparte schmilzt

Eine besondere Herzensangelegenheit war es für Wolfgang Brünnler, auf die Auswirkungen des Niedrigzinsumfeldes einzugehen. Vor kurzem habe die EZB den Leitzins auf ein historisches Tief gesenkt. „Auch wenn eine Geldanlage ihre ursprüngliche Höhe behält, so werde je nach Höhe der Inflationsrate der Wert dieser Geldanlage schleichend reduziert. Den Sparern ging ihr wichtigster Verbündeter verloren – der Zinseszinseffekt. Gerade die wichtige Altersvorsorge werde hiervon langfristig berührt und eine Trendumkehr ist derzeit nicht in Sicht. Es besteht die Gefahr, dass von der Zinssituation ein falscher Anreiz ausginge, indem Anleger zu hohe Risiken für den Erhalt der Vermögenssubstanz eingehen. Gerade in der aktuellen Situation tragen die Berater eine hohe Verantwortung gegenüber ihren Kunden. Eine sehr gute Strukturierung des Vermögens wie auch Top-Produkte bilden mehr denn je die Grundlage in der Beratung“.

Kreditengagement ausgeweitet

Im hart umkämpften Markt für das Kundengeschäft kann unsere Bank erneut Erfolge vorweisen, so Vorstandsmitglied Helmut Scharff bei der Präsentation der Unternehmenszahlen. Die Bilanzsumme  ist auch in 2013 gestiegen und beläuft sich auf rd. 397 Mio. Euro. Scharff unterstrich, dass „Nähe, Transparenz und Verlässlichkeit für die genossenschaftlichen Werte stehen und die tragenden Wurzeln des Geschäftsmodells sind. Immer mehr Menschen erkennen diese Besonderheit und setzen auf die von Nachhaltigkeit geprägte Geschäftspolitik“. Im Kreditbereich stiegen die Ausleihungen 2013 um 5,4% auf 216,8 Mio. Euro. Hinzu kommen rd. 65 Mio. Euro Kreditvolumen aus Vermittlungen in der Genossenschaftlichen Finanzgruppe, sodass insgesamt rd. 300 Mio. Euro Kundenkreditvolumen betreut werden. Mit einem bilanziellen Neugeschäftsvolumen von rd. 41 Mio. Euro, vorrangig im gewerblichen Kundenkreditgeschäft, positioniert sich die Volksbank erneut als Partner des Mittelstandes – getreu dem Motto der in 2013 gestarteten Kampagne „Deutschland made by Mittelstand“.

Vertrauen der Anleger ist da

Auf der Einlagenseite ist insgesamt ein Rückgang der Kundenforderungen um 0,7% zu verzeichnen. Während sich die Tages- und Termingelder im Zuge des Abflusses von Großanlegern und Firmenkunden für Investitionen um insgesamt rd. 5,4 Mio. Euro reduzierten, stiegen die Spareinlagen um rd. 4,4 Mio. Euro. Zum 31.12.2013 weist die Bilanz ein Kundenanlagevolumen von rd. 332 Mio. Euro aus. Hinzu kommen rd. 152 Mio. Euro Kundenanlagen bei den genossenschaftlichen Verbundpartnern, sodass sich das gesamt betreute Kundenanlagevolumen auf rd. 484 Mio. Euro beläuft.

Geschäftsmodell lockt Mitglieder / 5,5 Prozent Dividende für Mitglieder

Mit rd. 16.000 Teilhabern zählen wir zu den größten Mitgliedervereinigungen der Region. Nach der Zustimmung zum Jahresbericht und der Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat stimmten die Mitgliedervertreter einer Dividende von 5,5 Prozent für das Jahr 2013 zu. Durch das gute Geschäftsjahr konnten wir unser Eigenkapital um insgesamt 4,6 Mio. € stärken.

Gut für die Region

Auch in 2013 hat unsere Bank wieder in erheblichem Maße soziale, kulturelle und gemeinnützige Initiativen und Vereine unterstützt. Mehr als 100.000 Euro wurden an Spenden und Sponsoring regionalen Einrichtungen zur Verfügung gestellt. Für unsere rd. 100 Mitarbeiter ist die Bank auch ein attraktiver Arbeitgeber. Zum 31.12.2013 fanden 9 Auszubildende ihr berufliches Zuhause bei uns.

Blick auf 2014

Bei allen Erfolgen warf der Vorstand auch einen kritischen Blick in die Zukunft des Bankensektors, der sich ihrer Einschätzung nach nachhaltig verändern werde. Die anhaltende Niedrigzinsphase wie auch die verstärkte Regulatorik bspw. für Berichts-, Dokumentations- und Meldepflichten drücken auf die Ertragskraft und lassen Spielräume immer enger werden, stellte der Vorstand heraus. Daher müssen die vorhandenen Geschäftsstellenstrukturen immer wieder kritisch geprüft werden. Strategisch wird unsere Bank weiterhin in die Beratungsqualität der Mitarbeiter investieren und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit an einem effizienten Kosten- und Risikomanagement ausrichten. Zudem wird der Vertriebsweg Internet ausgebaut, sodass für die Kunden die qualifizierte Beratung vor Ort durch ein „rund um die Uhr banking“ ergänzt wird. Um den Herausforderungen von Niedrigzinsphase und erhöhter Regulatorik entgegentreten zu können und dabei zukunftsfähig zu bleiben, hält der Vorstand auch weiterhin Kooperationen für zielführend und schließt dabei  Überlegungen zu Fusionen nicht aus.